Die seit Februar letzten Jahres anhaltende Finanzkrise hat am Wochenende mit der Quasi-Pleite von gleich drei der größten amerikanischen Finanzinstituten (Konkurs von Lehman Brothers, Übernahme von Merrill Lynch durch die Bank of America und staatliches Hilfegesuch durch den Versicherungskonzern AIG) einen dramatischen Höhepunkt erreicht. Die Marktteilnehmer befürchten jetzt einen Finanz-Tsunami, die Stimmung ist so schlecht, wie seit 2002 nicht mehr.
Was sollte man als Anleger jetzt tun: Der erste Gedanke ist oftmals "Flucht" - also Fonds verkaufen(und damit den Verlust realisieren). Dass dies der falsche Weg ist, sollten uns die vorherigen Krisen gelehrt haben. In dieser Situation sollte man sich die alte Kaufmannsweisheit vor Augen führen: Kaufen wenn die Ware billig ist und verkaufen wenn sie teuer ist.
Auch eine Aktie ist nur eine Ware, deren Preis Schwankungen unterliegt. Ist es nicht besser, die Aktien/Aktienfonds dann zu kaufen wenn sie billig sind? Wenn man generell bereit war, sich in Aktien/Aktienfonds zu engagieren, dann sollte man jetzt erst recht dabei bleiben, sofern möglich, sogar nachkaufen. Kein Mensch kann sagen, ob die Kurse jetzt ihren Tiefstpunkt erreicht haben oder sogar noch etwas preiswerter werden. Eines aber ist sicher: So billig wie heute waren sie die letzten 2 Jahre nicht mehr.
Die kürzlich verstorbene Investmentlegende, Sir John Templeton, formulierte es treffend: „Die besten Geschäfte meines Lebens habe ich in der Krise gemacht. Leider wusste ich es damals nicht.“
Lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Marktpanik anstecken, sondern bewahren Sie bei Ihren Entscheidungen einen kühlen Kopf. Angst und Gier waren schon immer schlechte Ratgeber.
16.09.2008
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