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Investmentfonds

Aktuelle Marktberichte und wichtige Neuigkeiten
zu Investmentfonds finden Sie in der Rubrik „Aktuelles“.

Finanzkrise – Wohin mit dem Ersparten?

Mit Bankenpleiten, Börsencrash, Rezessionsgefahr – die Finanzkrise versetzt die Welt in Hysterie. Die aktuellen Ereignisse an den Kapitalmärkten werden mit Sicherheit in die Annalen der Kapitalmarktgeschichte eingehen. Keine Bank scheint mehr sicher vor der Pleite, die Sparer fürchten um ihr Geld.

Die Bundesregierung stellt den deutschen Anlegern eine Garantie in Höhe von 568 Milliarden Euro für private Spareinlagen bereit. Die Garantie gilt unbegrenzt für alle Spar-, Termingeld- und Girokontoeinlagen bei deutschen Kreditinstituten. Kunden, die ihre Spareinlagen bei einer ausländischen Bank haben, sollten sich über deren Einlagensicherung informieren und gegebenenfalls das Guthaben auf ein deutsches Kreditinstitut überweisen.

Übersicht: Wie sicher sind die einzelnen Anlageformen?

Aktien - gelten als Sondervermögen und sind somit konkurssicher, aber starke Kursschwankungen möglich

Aktienfonds - gelten als Sondervermögen und sind somit konkurssicher, aber starke Kursschwankungen möglich

Anleihen - Totalverlust möglich; Risiko in Abhängigkeit der Bonität des Schuldners

(Bank)zertifikate – Totalverlust möglich bei (Banken)pleite

Bundeswertpapiere/-anleihen – normalerweise absolut krisenfest mit der Ausnahme, dass der Staat pleite geht (z.B. Island, Argentinien)

Girokonto, Sparbücher, Termingeld deutscher Kreditinstitute – absolut sicher; staatlich garantiert

Klassische Lebens-/Rentenversicherungen – Grundverzinsung garantiert; Im Pleitefall übernimmt Auffanggesellschaft der Lebensversicherer (Protector) die Zahlung des garantierten Mindestzinses

Fondsgebundene Versicherungen – Geld in Investmentfonds investiert; Bei Kapitalgarantie hängt die Sicherheit davon ab, welche Bank für den Kapitalerhalt gerade steht

Riester-Sparpläne
- als Versicherung geführt, greift das Sicherungssystem der Lebens- und Rentenversicherer
– als Banksparplan geführt, gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Bankinstituts
- als Fondssparplan geführt, muss die Fondsgesellschaft den Kapitalerhalt garantieren

Betriebliche Altersvorsorge
- als Pensionskasse oder Direktversicherung geführt, ist das Sicherungssystem der Versicherungen zuständig
- als Pensionsfonds, Unterstützungskasse oder Direktzusage geführt, haftet der Arbeitgeber für den Kapitalerhalt, geht dieser pleite, springt der Pensionssicherungsverein ein

Bausparen – Bausparkassen haben einen eigenen Sicherungsfonds, der Guthaben bis 250.000 Euro pro Kunde absichert
 

Wie sollten sich Anleger aktuell verhalten?

Die Nerven zu behalten, wenn man ständig mit Horror-Nachrichten bombardiert wird, ist aktuell nicht leicht. Aber in stark schwankenden Märkten ist man immer gut beraten, seine ursprünglich gewählte Anlagestrategie unbeirrt weiter zu verfolgen. Sicher ist, dass die Kurse früher steigen werden als die Indikatoren, die ein Ende der Finanzkrise anzeigen könnten. Es empfiehlt sich daher dringend, nicht in Panik zu geraten. Nach wie vor gilt: Langfristig orientierte Anleger erzielen am Ende eine attraktive Rendite mit ihren Investments. „Es wäre völlig falsch, ausgerechnet jetzt komplett der Börse den Rücken zu kehren,“ betont Marco Cabras von der Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz. „Bei allen Hochs und Tiefs habe sich gezeigt, dass die Verlustwahrscheinlichkeit an der Börse nach zehn Jahren bei null sei.“

Zeit schlägt Zeitpunkt

Wer vor 30 Jahren 10.000 Euro in einen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland steckte und durchhielt, konnte am 31.12.2007 über 174.494 Euro verfügen. Das entspricht rein rechnerisch einer Rendite von 10 Prozent pro Jahr – Kurseinbrüche wie 1987 und 2000 bis 2002 bereits berücksichtigt. Mit solchen Renditen können Inhaber von Tagesgeldkonten nicht rechnen, im Gegenzug können sie aber verlässlich mit den erwarteten Zinsen kalkulieren.

Immobilienkrise in fünf Jahren nur noch Geschichte?

US-Fondsmanager Christopher C. Davis kommentiert die aktuelle Lage wie folgt: “Wir haben zweifellos gerade eine der schlechtesten Marktphasen für Aktien in den letzten 100 Jahren. In fünf Jahren aber wird von diesem Abschnitt kaum mehr die Rede sein.“

Trotz der jüngsten Kursstürze an den Börsen zeigt sich der Fondsmanager zuversichtlich: „Die heute niedrigen Kurse werden  zu noch höheren Renditen in der Zukunft führen.“ Allerdings kann vor der Trendwende an den Märkten durchaus noch ein schlechtes Jahr folgen. Davis ist sich aber sicher, dass die Märkte dem unteren Ende der Skala deutlich näher sind als den Höchstständen.

Fazit:

Gerade Phasen mit solch schwachen Aktienmärkten erweisen sich erfahrungsgemäß als die beste Zeit, Geld, das man langfristig investieren will, anzulegen.  

14.10.2008

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