Zu den tragischen Ereignissen in Japan
„Die tragischen Ereignisse in Japan werden zwar kurzfristig zu weltweiten wirtschaftlichen Verwerfungen, insbesondere durch Lieferschwierigkeiten bei Elektronikprodukten und hochwertigen Bauteilen für verschiedene Industrien führen, den globalen Wirtschaftsaufschwung aber nicht gefährden“, schreibt die Liechtensteinische Landesbank (LLB) in einer ersten Bewertung der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan.
„Die massiven Kursverluste der vergangenen Tage sind durch die aktuelle Verunsicherung zu erklären und sie markieren nicht den Beginn eines Bärenmarkts“, betont Robert Löw, Vorstandsmitglied der LLB (Österreich). Für die restlichen drei Quartale des Jahres 2011 ist aber ein Rückgang der Wirtschaftsleistung zu erwarten. Das globale Wirtschaftswachstum wird dadurch voraussichtlich um maximal 0,5 Prozentpunkte geringer ausfallen.
„Die ökonomischen Folgen, die sich aus der japanischen Erdbebenkrise für die deutsche Wirtschaft ergeben, sind begrenzt“, sagt Cornelia Storz, Professorin für japanische Wirtschaft an der Frankfurter Goethe-Universität: „Deutschland exportiert nur ein Prozent seiner Waren und Dienstleistungen nach Japan.“
Enorme Investitionen in den Wiederaufbau und weitere Verbesserung der Erdbebensicherheit der Infrastruktur wird zukünftig die japanische Wirtschaft und folglich auch die Weltwirtschaft insgesamt stimulieren. Somit werden die kurzfristigen negativen Auswirkungen auf die Ertragsaussichten der Unternehmen begrenzt bleiben.
Es besteht also kein Grund, wegen der Japankrise das Engagement in Aktien zu reduzieren oder gar ganz aus Aktien auszusteigen.
Einen interessanten Kommentar der Süddeutschen Zeitung zu den Folgen der Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft finden Sie hinter diesem Link.
16.03.2011
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